KI im ERP: Was sie heute schon kann — und was nicht
Künstliche Intelligenz ist im ERP-Umfeld kein Marketing-Buzzword mehr. Übersetzungen, Produkttexte, Bildoptimierung, Forecast-Modelle — vieles funktioniert heute zuverlässig. Anderes nicht. Eine ehrliche Einordnung.
KI-Buttons sind in jedem zweiten Tool aufgetaucht. Die meisten machen wenig, einige machen viel. Wir haben in Tubach KI dort eingebaut, wo sie nachweisbar Zeit spart — und sie weggelassen, wo sie nur Show ist. Ein nüchterner Überblick.
Was heute zuverlässig funktioniert
- Produktbeschreibungen aus Stammdaten generieren — sprachlich solide, in mehreren Sprachen, kanal-spezifisch (Amazon-Optimiert vs. eigener Shop).
- Übersetzungen in alle EU-Sprachen, mit Qualität nahe an der menschlichen Lektorierung — gerade für Standardtexte.
- Bildbearbeitung wie Hintergrundfreistellung, Größenanpassung, Wasserzeichen — in Sekunden statt Stunden.
- E-Mail-Klassifizierung für Support-Posteingänge — Anfragen werden automatisch nach Thema sortiert.
- Bestandsforecasts für Artikel mit ausreichend Verkaufshistorie — saisonale Muster werden erkannt, Mindestbestände dynamisch vorgeschlagen.
Was noch nicht zuverlässig funktioniert
- Vollautomatische Preisbildung — KI kann Wettbewerbspreise erkennen, aber strategische Preisentscheidungen bleiben deine Aufgabe.
- Kreative Konzepte wie komplette Markenstories oder neue Produktideen — KI liefert Bausteine, aber kein eigenes Profil.
- Komplexe Reklamationsfälle — Standardfälle ja, Sonderfälle brauchen Menschen.
Worauf wir bei Tubach achten
Wir setzen, wo möglich, auf lokale KI — also Modelle, die in unserer Infrastruktur laufen, nicht bei OpenAI oder Anthropic. Das hat zwei Gründe: Datenschutz und Kostenkontrolle. Deine Stammdaten verlassen unser System nicht, und du hast keine versteckten Token-Kosten.
Wo Cloud-KI sinnvoll bleibt
Manche Aufgaben — vor allem hochwertige Übersetzungen oder kreative Texterstellung — laufen besser auf großen Modellen, die nur in der Cloud verfügbar sind. Wir machen das transparent: du siehst pro Aktion, ob lokale oder Cloud-KI genutzt wird, und du kannst es per Modul abschalten.
Praktischer Einstieg
Wenn du KI testen willst, beginne mit Produkttexten und Übersetzungen. Beide Bereiche sind risikoarm, sparen sofort Zeit und liefern messbare Ergebnisse. Erst wenn die Routine sitzt, lohnt sich der Schritt zu Forecasts und automatisierten Workflows.
Was du nicht erwarten solltest
KI ersetzt keine Strategie und keinen guten Geschmack. Sie ist ein Werkzeug — ein scharfes — aber sie braucht jemanden, der weiß, wofür sie eingesetzt werden soll. Wer das beachtet, gewinnt Stunden pro Woche zurück.